Alle nennen sie die Festung, und 1537 hat sie tatsächlich so funktioniert: Manco Inca schlug hier die Reiterei von Hernando Pizarro in die Flucht, indem er die Ebene über die Inka-Kanäle flutete — eine der ganz wenigen Niederlagen der Spanier im offenen Feld in Peru. Gebaut wurde Ollantaytambo allerdings für etwas ganz anderes: als königliches Landgut und Zeremonialzentrum, begonnen von Kaiser Pachacutec Mitte des 15. Jahrhunderts, als der Inka-Staat auf dem Höhepunkt seines Selbstbewusstseins stand.
Was erhalten ist, ist verblüffend. Siebzehn Ackerterrassen steigen als Treppe den Hang hinauf, sichtbar von jedem Punkt des Ortes. Darüber steht der unvollendete Sonnentempel: sechs kolossale Blöcke aus rosa Rhyolith, Kante an Kante mit dünnen Zwischensteinen gefügt, gebrochen in Cachiccata, sechs Kilometer entfernt und jenseits des Urubamba, dann über Rampen heraufgezogen, die im Geröll noch zu erkennen sind. Die Eroberung unterbrach die Arbeit, und auf den Rampen liegen bis heute die „müden Steine", die nie ankamen.
Das Beste an Ruinen von Ollantaytambo
Steig die Terrassen von Pumatallis hinauf
Beginne links und geh im Zickzack hoch. Die Stufen sind steil und du bist auf 2.800 m — nimm es langsam, die meisten brauchen fünfzehn bis zwanzig Minuten bis zur Tempelplattform.
Stell dich vor die Mauer der sechs Monolithen
Der unvollendete Sonnentempel ist der Grund herzukommen. Achte darauf, wie die Blöcke durch schmale senkrechte Zwischensteine getrennt sind, und auf das kaum sichtbare Stufenrelief am dritten Stein.
Finde das Baño de la Ñusta
Das Prinzessinnenbad unterhalb der Terrassen ist ein Zeremonialbrunnen, der seit fünf Jahrhunderten ununterbrochen läuft. Die dreifach gestufte Schnitzerei an seiner Front ist ein klassisches Inka-Wassermotiv.
Schau hinüber zu den Speichern
Dreh dich von der Tempelplattform um. Die Gebäude an der Felswand gegenüber sind die Speicher des Pinkuylluna, daneben das Felsprofil, das die Einheimischen das Gesicht des Tunupa nennen.
Geh die Steinbruchrampe entlang
Ein ruhigerer Pfad führt rechts vom Eingang entlang der alten Schleifstrecke, vorbei an liegengebliebenen Blöcken, mit Blick hinab auf das Inka-Raster des Ortes und deutlich weniger Menschen.

So kommst du nach Ruinen von Ollantaytambo
- Zu Fuß: Der Eingang liegt am oberen Ende der Plaza de Armas, drei Minuten von jedem Punkt der Altstadt.
- Ab Cusco: 60 km und rund 1 Stunde 45 Minuten über die Straße. Colectivos fahren an der Calle Pavitos ab, sobald sie voll sind; ein Privattransfer kostet kaum mehr und fährt, wenn du willst.
- Mit Tour: Fast jede Tagestour ins Heilige Tal ab Cusco enthält eine Führung, der Eintritt läuft über den Boleto Turístico.
Insider-Tipps
- Ein Ticket nur für Ollantaytambo gibt es nicht. Der Zutritt erfolgt ausschließlich über den Boleto Turístico del Cusco — entweder das komplette 10-Tage-Ticket oder der günstigere 2-Tage-Rundweg Heiliges Tal.
- Komm vor 8:00 oder nach 15:30 Uhr. Zwischen 10:00 und 14:00 Uhr füllt sich die Stätte mit Bussen aus Cusco.
- Auf den Terrassen gibt es keinen Schatten, und die UV-Strahlung in dieser Höhe ist gnadenlos. Hut, Sonnencreme und Wasser sind Pflicht.
- Ein Guide am Eingang kostet einen Bruchteil einer Tour und verändert den Besuch völlig — frag am Ticketschalter.
Beste Touren & Tickets für Ruinen von Ollantaytambo
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